DROHNEN VERORDNUNG

Drohnen-Verordnung

Der große Anstieg von Drohnen in Deutschland, machte ein Gesetz zum Thema Modellflug und Drohnen im Hobby- und Gewerblichenbereich nötig. Die neue Drohnen-Verordnung wurde durch den zu diesem Zeitpunkt verantwortlichen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt in Auftrag gegeben. Nach einiger Rangelei zwischen den Verbänden im Bereich Modellflug, Drachen- und Gleitschirmflug und den vielen weiteren Verantwortlichen im Luftfahrtbereich, konnte eine für alle Seiten gute Regelung getroffen werden.

Deutliche Vorteile bei der Nutzung gibt es seit der neuen Regelung für den gewerblichen Drohnenflug. Zwar ist die private Nutzung für viele etwas zu kurz gekommen, dennoch bieten sich immer noch genug Möglichkeiten mit einer Drohne in Deutschland Spaß zu haben.

Im oberen Schaubild des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), geht das meiste bereits hervor, was erlaubt ist und was nicht. Dennoch werden wir dir unten nochmal alle Do´s und Dont´s ausführlich erklären.

Die wichtigsten Regelungen

1. Kennzeichnungspflicht

Alle Flugmodelle und unbemannten Luftfahrtsysteme ab einer Startmasse von mehr als 0,25 kg müssen künftig gekennzeichnet sein, um im Schadensfall schnell den Halter feststellen zu können. Die Kennzeichnung erfolgt mittels Plakette mit Namen und Adresse des Eigentümers. Die Kennzeichnung muss zudem feuerfest sein und fest mit dem Fluggerät verbunden werden, zum Beispiel durch kleben.

2. Kenntnisnachweis

Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen ab 2 kg ist künftig ein Kenntnisnachweis erforderlich. Der Nachweis erfolgt durch a) gültige Pilotenlizenz (auch Gleitschirm- und Drachenflugschein), b) Bescheinigung nach Prüfung durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle (auch online möglich), Mindestalter: 16 Jahre c) Bescheinigung nach Einweisung durch einen beauftragten Luftsportverband (DMFV oder DAeC) oder eines von ihm beauftragten Vereins (gilt nur für Flugmodelle), Mindestalter 14 Jahre. Die Bescheinigungen gelten für 5 Jahre. Für den Betrieb auf Modellfluggeländen ist kein Kenntnisnachweis erforderlich.

3. Erlaubnisfreiheit

Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen unterhalb einer Gesamtmasse von 5 kg ist grundsätzlich keine Erlaubnis erforderlich. Der Betrieb durch Behörden ist generell erlaubnisfrei, wenn dieser zur Erfüllung ihrer Aufgaben stattfindet, ebenso der Betrieb durch Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, z.B. Feuerwehren, THW, DRK etc..

4. Erlaubnispflicht

Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen über 5 kg und für den Betrieb bei Nacht ist eine Erlaubnis erforderlich. Diese wird von den Landesluftfahrtbehörden erteilt.

5. Gewerbliche Anwendung

Gewerbliche Nutzer brauchten für den Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen bisher eine Erlaubnis – unabhängig vom Gewicht. Künftig ist für den Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen unterhalb von 5 kg grundsätzlich keine Erlaubnis mehr erforderlich. Zudem wird das bestehende generelle Betriebsverbot außerhalb der Sichtweite aufgehoben. Landesluftfahrtbehörden können dies künftig für Geräte ab 5 kg erlauben.

6. Betriebsverbot

Ein Betriebsverbot gilt künftig für Flugmodelle und unbemannte Luftfahrtsysteme

  • außerhalb der Sichtweite für Geräte unter 5 kg;
  • in und über sensiblen Bereichen, z.B. Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, Krankenhäusern, Menschenansammlungen, Anlagen und Einrichtungen wie JVAs oder Industrieanlagen, oberste und obere Bundes- oder Landesbehörden, Naturschutzgebieten;
  • über bestimmten Verkehrswegen;
  • in Kontrollzonen von Flugplätzen (auch An- und Abflugbereiche von Flughäfen),
  • in Flughöhen über 100 Metern über Grund, es sei denn, der Betrieb findet auf einem Gelände statt, für das eine allgemeine Erlaubnis zum Aufstieg von Flugmodellen erteilt und für die eine Aufsichtsperson bestellt worden ist, oder, soweit es sich nicht um einen Multicopter handelt, der Steuerer ist Inhaber einer gültigen Erlaubnis als Luftfahrzeugführer oder verfügt über einen Kenntnisnachweis.
  • über Wohngrundstücken, wenn die Startmasse des Geräts mehr als 0,25 kg beträgt oder das Gerät oder seine Ausrüstung in der Lage sind, optische, akustische oder Funksignale zu empfangen (FPV, Action Kamera), zu übertragen oder aufzuzeichnen. Ausnahme: Der durch den Betrieb über dem jeweiligen Wohngrundstück in seinen Rechten Betroffene stimmt dem Überflug ausdrücklich zu,
  • über 25 kg (gilt nur für „Unbemannte Luftfahrtsysteme“).

Die zuständige Behörde kann Ausnahmen von den Verboten zulassen, wenn der Betrieb keine Gefahr für die Sicherheit des Luftverkehrs oder die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, insbesondere eine Verletzung der Vorschriften über den Datenschutz und über den Naturschutz darstellt und der Schutz vor Fluglärm angemessen berücksichtigt ist. Insbesondere bei einem geplanten Betrieb außerhalb der Sichtweite lässt sich die Genehmigungsbehörde eine objektive Sicherheitsbewertung vorlegen.

7. Ausweichpflicht
Unbemannte Luftfahrtsysteme und Flugmodelle sind verpflichtet, bemannten Luftfahrzeugen und unbemannten Freiballonen auszuweichen.

8. Einsatz von Videobrillen

Flüge mithilfe einer Videobrille sind erlaubt, wenn sie bis zu einer Höhe von 30 Metern stattfinden und das Gerät nicht schwerer als 0,25 kg ist oder eine andere Person es ständig in Sichtweite beobachtet und in der Lage ist, den Steuerer auf Gefahren aufmerksam zu machen. Dies gilt als Betrieb innerhalb der Sichtweite des Steuerers.

 

Hey, ich bin Florian. Bereits seit meiner Jugend bin ich aktiver Modellflieger. Vom einfachen Freiflugmodell bis hin zu 3D Elektrohelicoptern ging meine Reise. Mit Drohnen bzw. Quadrocopter bin ich bereits zu der Zeit in Berührung gekommen, als es noch keine Ready To Fly Modelle gab. Da die „Drohnenfliegerei“ vielerlei Möglichkeiten bietet, aber auch einige Hürden bereithält, möchte ich das was ich bis jetzt alles gelernt habe mit Dir hier auf der Seite Drohnentagebuch.de teilen!