Vorschriften, Gesetz und Genehmigungen für die Nutzung von Drohnen, Quadrocoptern und Multicoptern

Drohne fliegen in Deutschland – Das musst du beachten

Wer in Deutschland oder vielen anderen Ländern auf der Welt mit einer Drohne fliegen möchte, muss bestimmte Dinge beachten und sich an gewissen Regeln halten. Durch die im April 2017 in Kraft getretene Drohnen-Verordnung ist das Fliegen mit Drohnen und Modellflugzeugen in Deutschland klar geregelt. Die Regelungen gelten für Privatpersonen und Gewerbetreibende, unterscheiden sich aber in einigen Punkte je nach Einsatzzweck.

Die Angaben auf dieser Seite beziehen sich hauptsächlich auf das Fliegen mit Drohnen im Deutschen Luftraum. In anderen Ländern gelten andere Gesetze und werden daher auf extra Seiten behandelt.

Für Privatpiloten ist diese Vorgehensweise oft die Richtige

  1. Über Drohnen informieren (Tipp: Drohnentagebuch.de)
  2. Drohne kaufen (Tipp: *DJI Store)
  3. Versicherung abschließen (Tipp: Versichertedrohne.de)
  4. Drohnen Kennzeichen, Plakette mit Adresse kaufen (Tipp: *Amazon)

Neue Drohnen-Verordnung seit 4/2017

Drohnen Verordnung

In der Drohnen Verordnung sind alle Regeln für Privatpiloten und Gewerbetreibende klar definiert. Darüber hinaus gilt diese Verordnung zum Teil auch für Modellflugzeuge, denn eine zur Freizeitgestaltung eingesetzte Drohne ist auch ein Modellflugzeug, wenn auch jetzt ein spezielles „Drohnen-Modellflugzeug“.

Die maximale Flughöhe beträgt über Grund des Startortes 100 Meter. Nur auf Modellflugplätzen oder mit entsprechender Genehmigung, darf höher geflogen werden. Verboten ist bei Drohnenflügen außerdem folgendes:

  • außerhalb der Sichtweite
  • über Wohngebieten
  • über Naturschutzgebieten
  • Flüge innerhalb eines Radius von 1,5 km zu Flughäfen und Flugplätzen
  • Flüge innerhalb der Kontrollzone die höher als 50 Meter gehen
  • bei Nacht
  • steuern einer Drohne über 5 kg Startgewicht ohne entsprechender Genehmigung
  • steuern einer Drohne die mehr als 2 kg wiegt ohne Flugkundenachweis

Zu folgenden Orten muss ein 100 Meter Sicherheitsabstand eingehalten werden:

  • Krankenhäusern
  • Bundesfernstraßen, Bundeswasserstraßen, Bahnanlagen
  • Menschenansammlungen (Konzerte, Schützenfeste usw.)
  • Unglücksorte, Katastrophengebiete, Einsatzorte von Behörden und Organisationen (THW, Deutsches Rotes Kreuz, Feuerwehr, Polizei)
  • Militärische Anlagen und Einrichtungen (inkl. Manövergebiete)
  • Industrieanlagen (Kraftwerke, Braunkohletagebau, Enegergieversorgungsanlagen, Energieerzeugung und Energieverteilung)

Zu einigen der oben genannten Regeln, gibt es zusätzlich einige Besonderheiten bzw. Ausnahmen.

Flüge über Wohngebieten sind erlaubt

  • wenn es das Eigene ist oder eine Genehmigung des Eigentümers vorliegt
  • die Drohne weniger als 250 Gramm wiegt und weder optische oder akustische Funksignale empfangen kann und auch keine Kamera besitzt

FPV Flüge sind in folgendem Rahmen erlaubt

  • bis zu einer Höhe von 30 Metern ohne zusätzlichen Beobachter, wenn das Modell weniger als 250 Gramm wiegt
  • über 30 Meter nur mit zusätzlicher Person für die Luftraumbeobachtung oder bei einem Drohnen Gewicht über 250 Gramm

Flugkundenachweis „Drohnen Führerschein“

Ab einem Drohnen Gewicht von 2 kg, ist ein Flugkundenachweis erforderlich. Die Prüfung kann nur bei einer anerkannten Prüfstelle gemacht werden und gilt ab Erteilung 5 Jahre. Gelten tut diese Regelung für Privat und Gewerbetreibende gleichermaßen. Eine gültige Fluglizenz ersetzt diesen Drohnen Führerschein. Dazu zählen auch Privatpilotenlizenzen sowie Drachen- und Gleitschirmflugberechtigungen.

Eine Ausnahmeerlaubnis kann bei der örtlich zuständigen Landesluftfahrtbehörde beantragt werden.

Kenntnisnachweise „Drohnen Führerschein“ können bei den vom LBA nach § 21d Luftverkehrs-Ordnung anerkannten Stellen gemacht werden.

Versicherungspflicht

Drohnen Versicherung

Eine Haftpflichtversicherung für Drohnen ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Dabei reicht es meist nicht aus, eine Privathaftpflichtversicherung zu haben, es sei denn diese hat einen Zusatz für Drohnen oder Modellflugzeuge beinhaltet. Eine spezielle Versicherung für Drohnen ist in den meisten Fälle das optimalere. Die Jahresbeiträge für solch eine Versicherung beträgt zwischen 40 € und 100 €. Vor allem hängt das von dem Umfang der Versicherung ab und mit welcher Summe ihr versichert seit. Drohnen Versicherungen beinhalten diverse Optionen die sich bei den unterschiedlichen Gesellschaften unterscheiden.

  • Versicherungssumme
  • Länder (Ausland)
  • Anzahl Piloten, „Fremd“-Piloten
  • Anzahl Drohnen, „Fremd“-Drohnen
  • Einsatzzweck

Die Versicherungssummen reichen von 1 Mio. bis zu 50 Mio. und sollten zu dem Einsatzzweck der Drohne passen. Bitte von einer Versicherung beraten lassen und in unserem Drohnen Versicherungsvergleich schauen.

Will man mit seiner Drohne auch im Ausland fliegen gehen, muss das entsprechende Land auf in der Versicherung beinhalten sein. Auch wenn in dem Land keine Versicherung vorgeschrieben ist, sollte immer eine abgeschlossen werden.

Wenn es gewünscht ist, das nicht nur ein Pilot versichert ist, muss die Versicherung mit der passenden Option gewählt werden. Bei den Haftpflichthelden sind zum Beispiel der Versicherungsnehmer + Familienmitglieder versichert. Bei anderen Versicherung, wie bei versichertedrohne.de, ist eine unbegrenzte Anzahl Piloten mitversichert.

Hat man mehr als eine Drohne, muss diese natürlich auch mitversichert werden. Eine passende Option dafür haben viele Versicherungen im Programm. Es sollte auch darauf geachtet werden, ob das steuern von „Fremd“-Drohnen ebenfalls mitversichert ist.

Der Einsatzzweck ist zum Beispiel bei einer Drohne mit Kamera wichtig. Diese müssen natürlich mitversichert sein, wenn man zum Beispiel eine DJI Phantom Drohne mit Kamera fliegen möchte muss das anfertigen von Foto- und Videoaufnahmen aus der Luft Teil des Versicherungsumfang sein. Das gleiche gilt auch für den FPV Flug. Will man mit First Person View Videobrille fliegen, muss das in der Versicherung enthalten sein.

Achtung: Für den gewerblichen Einsatz ist eine entsprechende Versicherung nötig. Eine Privathaftpflicht für Drohnen reicht dann nicht mehr aus.

Es gibt noch weitere Punkte die es zu beachten gilt. Diese habe ich auf der Seite Drohnen Versicherung zusammen gefasst.

Drohnen Kennzeichen – Kennzeichnungspflicht ab 250 Gramm

Drohnen Kennzeichen, Drohnen Plakette

Durch die seit April 2017 geltende Drohnen Verordnung, muss eine Drohne bzw. ein Flugmodell ab einem Fluggewicht von 250 Gramm mit der Adresse des Halter oder Besitzers gekennzeichnet werden. An dieses sogenannte Drohnen Kennzeichen oder auch Drohnen Plakette, sind einige Vorgaben geknüpft. Es muss lesbar und dauerhaft angebracht werden und es muss feuerfest sein. In der Drohnen Verordnung wird eine Aluminium Plakette empfohlen. Auch wenn das Modell weniger als 250 Gramm wiegt und keine Kennzeichnung benötigt, schadet es nicht, seine Handynummer an dem Modell anzubringen. Bei einem Steuerungsverlust kann der Finder einen leichter ausfindig machen und man erhält seine Drohne schneller zurück.

Diese Drohnen Plaketten aus Aluminium kann man beim örtlichen Schilderhersteller, Schreibwarenladen oder im Internet bestellen. Online findet man über Google einige Anbieter für solch eine Plakette. Auch *Amazon ist eine gute Bezugsquelle. Es ist darauf zu achten, dass die Plakette von der Größe her zum Modell passt. Dazu muss ein Ort gewählt werden, wo die Plakette keine wichtigen Sende- und Empfangsantennen, wie zum Beispiel die GPS Antenne bedeckt. Hier kann man den passende Montageort finden.

Auf der Drohnen Platte sollte folgendes angegeben werden:

  • Vorname, Nachname evtl. Firmenname
  • Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort
  • Handynummer oder Festnetznummer
  • E-Mail Adresse

 

 

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